Auto-Mafia

Automafia

Werden Fahrzeuge von der Automafia gestohlen, besteht für die rechtmäßigen Besitzer kaum eine Chance, ihren Wagen wiederzubekommen.

Den Grund dafür bildet die Arbeitsweise der Automafia, der Reporter schon vor Jahren auf die Spur gegangen sind.

 

 

 

So läuft der Diebstahl mit der Automafia ab

In der Regel handelt es sich um organisierte Banden, daher auch der Name Automafia. Zunächst werden einzelne Mitglieder mit dem Ausspähen des Fahrzeugs beauftragt. Dann kommen die Mitglieder zum Einsatz, die besonders geübt im Knacken der Fahrzeuge sind. Heute werden auch immer häufiger Hacker eingesetzt, die die Elektronik des Wagens überlisten sollen. Andere Bandenmitglieder fahren das Auto dann oft über die deutschen Grenzen hinaus. Meist setzt die Automafia hierfür Drogenabhängige ein, die mit Stoff bezahlt werden. Werden sie geschnappt, ist das für die Bande kein Problem, da sie keine anderen Bandenmitglieder verraten können und sich einfach ersetzen lassen.

Ist das Fahrzeug erst einmal über die Grenze gebracht worden, wird es in seine Einzelteile zerlegt und diese Einzelteile werden wiederum verkauft. Die meist nichtsahnenden Käufer der Einzelteile glauben, sie haben ein Schnäppchen gemacht. Der Diebstahl lässt sich kaum nachweisen, denn abgesehen von Motor, Getriebe, Steuergeräten, Airbags und Navis sind kaum Teile mit einer einzigartigen Seriennummer versehen. Dieser Diebstahlschutz wäre logistisch kaum zu bewerkstelligen und auch unverhältnismäßig teuer.

 

Die Tricks der Automafia

Doch nicht immer geht es bei der Automafia um Diebstahl. Mitunter arbeiten die Banden auch mit offenbar legalen Tricks. Fast jeder kennt die kleinen bunten Plastikkarten, die immer häufiger an den eigenen Wagen gesteckt werden. Die Automafia, häufig handelt es sich um Türken, versucht hier, Gebrauchtwagen günstig anzukaufen. Dem Verkäufer verspricht sie hohe Kaufpreise, die natürlich sofort in bar ausgezahlt werden.

In Tests hat sich jedoch herausgestellt, dass sie ihre Versprechen oft nicht halten. So sagen sie am Telefon noch einen bestimmten Kaufpreis zu, vor Ort aber entdecken sie zahlreiche Mängel am Wagen und versuchen so, den Kaufpreis zu drücken. Die Verkäufer benötigen aber meist dringend Geld und lassen sich dann auf das Angebot ein. Dabei verkaufen sie das Fahrzeug häufig unter Wert. Deshalb empfehlen Experten, nicht auf die Tricks der Automafia hereinzufallen, sondern sich beim Verkauf des Wagens ausreichend Zeit zu lassen. Private Käufer oder die Inzahlungnahme beim Händler sind die besseren Varianten.